
Mittwoch, 30. Dezember 2009
Von mir für mich zu Weihnachten.

Samstag, 19. Dezember 2009
Instructions for life
2. Give people more than they expect, and do it cheerfully.
3. Memorize your favourite poem.
4. Don’t believe all you hear, spend all you have, or sleep all you want.
5. When you say “I Love You”, mean it
6. When you say “I’m sorry”, look the person in the eye.
7. Be engaged at least six months before you get married.
8. Believe in love at first sight.
9. Never laugh at anyone’s dreams.
10. Love deeply and passionately. You might get hurt but it’s the only way to live life completely.
11. In disagreements, fight fairly, no name calling.
12. Don’t judge people by their relatives.
13. Talk slowly but think quickly.
14. When someone asks you a question you don’t want to answer, smile and ask “Why do you want to know?”
15. Remember that great love and great achievements involve great risk.
16. Phone your mother.
17. Say “bless you” when you hear someone sneeze.
18. When you lose, don’t lose the lesson
19. Remember the three R’s: Respect for self, Respect for others, Responsibility for all your actions.
20. Don’t let a little dispute injure a great friendship.
21. When you realize you’ve made a mistake, take immediate steps to correct it, then stop worrying.
22. Smile when picking up the phone. The caller will hear it in your voice.
23. Marry someone you love to talk to. As you get older, conversational skills will be as important as any other.
24. Spend some time alone.
25. Open your arms to change, but don’t let go of your values.
26. Remember that silence is sometimes the best answer.
27. Read more books and watch less TV.
28. Live a good, honourable life. Then when you grow old and think back you’ll be able to enjoy it a second time.
29. Trust in God, but lock your car.
30. A loving atmosphere in your home is vital, so do all you can to create harmony in where you live.
31. In disagreements with loved ones, deal with the current situation. Don’t bring up the past.
32. Read between the lines.
33. Share your knowledge. It’s a way to achieve immortality.
34. Be gentle with the Earth.
35. Pray. There’s immeasurable power in it.
36. Never interrupt when you are being flattered.
37. Mind your own business.
38. Think twice about loving a man/woman who doesn’t close his/her eyes when you kiss.
39. At least once a year, make a journey to someplace you’ve never been.
40. If you make a lot of money, put it to use helping others while you are living. That is the greatest pay-off wealth can ever give you.
41. Remember that not getting what you want is sometimes a stroke of luck.
42. Learn the rules, then break some.
43. Remember that the best relationship is one where your love for each other exceeds your need for each other.
44. Judge your success by what you had to give up in order to get it.
45. Remember that your character is your destiny.
46. Approach love and cooking with reckless abandon.
Samstag, 12. Dezember 2009
Berühmt werden mit etwas, das ich liebe
Sonntag, 15. November 2009
Glück in Suppentassen, Teil II: Der Duft von Ingwer

Als ich ein halbes Jahr in Südspanien war, habe ich vor allem drei Dinge vermisst: Regenwetter, Sauna, und kühle Tage, an denen man Körper und Seele mit einer duftenden Kürbissuppe aufwärmen kann.
Deshalb freue ich mich im Herbst ganz besonders auf die ersten Hokkaido-Kürbisse – und auf das erste Mal, wenn meine Küche wieder schön warm nach Ingwer duftet.
Samstag, 14. November 2009
Glück gibt es tiefgefroren für 1,99 plus Suppengrün.
Es gibt viele Rezepte zum Glücklichsein: Einen halben Liter Freundschaft, drei große Batzen Hingabe und eine Prise Dankbarkeit, so oder ähnlich lauten die meisten Rezepte.
Stimmt alles nicht! Glück gibt es im Supermarkt, und zwar zum Beispiel in der Hühnerabteilung.
Die erste Hühnersuppe des Winters
Man nehme:
1 Suppenhuhn
1 gutes Suppengrün, können auch zwei sein, besonders wichtig für den Geschmack ist der Sellerie
1 großen Topf
viel Wasser
Salz und Pfeffer
Taue das gefrorene Suppenhuhn irgendwie auf. Am schnellsten geht es im Kochtopf, einmal ganz kurz aufkochen, danach ist das Eis weg, aber der Geschmack noch da. Wichtig ist, dass Du das Auftauwasser weggießt, wegen der Salmonellen.
Bereite dem Huhn ein schönes, heißes Bad aus mehreren Litern Wasser (sodass es gut bedeckt ist) und dem kleingeschnipselten Suppengrün. Da kann Dein Suppenhuhn gern mehrere Stunden lang drin köcheln. Je länger, desto mehr Geschmack. Zwei Stunden sind eine gute Faustregel. Zwischendurch kannst Du schon mal Salz und etwas Pfeffer hinzugeben.
Wenn es lange genug gekocht hat, nimm das Huhn raus und lass es abkühlen, damit Du das Fleisch abzupfen kannst. Das kommt wieder in die Suppe. Vorher überlege Dir, ob Du das zerkochte Gemüse drinlassen willst oder nicht. Wenn nicht, gieße die Suppe (ohne Fleischeinlage!) durch ein Sieb. Ich mache es mal so, mal so. Man kann auch wieder frisches Gemüse hinzufügen.
Das abgezupfte Fleisch in kleinen Stücken wieder hinzugeben. Ich mag meine Suppe gern mit Einlage, zum Beispiel mit Reis oder kleinen Nudeln (ich nehme Buchstaben oder Sternchen). Wenn es nach Omas Küche schmecken soll, sind auch Graupen eine gute Idee. Manche mögen sie, andere überhaupt nicht. Das ist Geschmackssache.
Zum Schluss schmecke die Suppe nochmal mit Salz und Pfeffer ab, bedanke Dich bei dem Huhn, dass es Dir mit seiner Suppe Kraft gibt, und dann: Guten Appetit.
Sonntag, 25. Oktober 2009
Montag, 14. September 2009
Vergnügungen I.
Zeit für mich allein
ausschlafen, frühstücken
Schnee
Frühling und Herbst
Regen, Gewitter
barfuß gehen
schreiben und lesen
wandern
die Psychotherapie
fremde Gewürze
Tee, Kaffee
nichts tun
lernen
berührt werden
Ordnung
Stille
nach dem Gedicht "Vergnügungen" von Bertolt Brecht
Vergnügungen II.
Selbst gepflückte Brombeeren
Wasserfälle, Borkenboote
im Zelt schlafen
Feuerchen
auf Bäume klettern
schnitzen
lesen lernen
kleine Frösche
Buntstifte, Filzstifte
die Farbe Rosa
Nikolausmorgen
gegrilltes Huhn
die Katze
Schmetterlinge
Hasenbrote
was ein Kind schreiben würde – nach dem Gedicht "Vergnügungen" von Bertolt Brecht
Mittwoch, 15. Juli 2009
Sonntag, 12. Juli 2009
forehead hug
Language, so deeply connected with emotions. To make a comment on a photo on Keri Smiths Photostream at flickr, I searched for the word "forehead". And when I found it, I bursted into tears. I remembered. The forehead hug.
It was something I only shared with Jonathan. For Jonathan it was something he only shared with me. When we hugged, I used to lay my forehead on his, just for a little moment. It made me quiet and calm. It was a way to express deep love and be close. To find peace in the other one, to arrive, to be in the moment. Whatever.
Later, back home, when we talked online via Skype, we still did it. We both touched the monitor with our foreheads syncronically to say goodbye. It was both sad and beautiful to keep this habit even with 6000 miles between us.
It is good to remember, even if it makes me cry. There was love.
Donnerstag, 14. Mai 2009
Über das Haikuschreiben
Mit dem Wortpinsel
male ich, was ich sehe
beim Haikuschreiben.
Im hellen Mondlicht
glänzt gelb der Kopf des Fuchses
beim Müllcontainer
Seite an Seite
auf Futtersuche im Müll
Fuchs und Igel
Eine Rapsblüte
am Fuße des Pflaumenbaums
leuchtet auch – allein.
lange erwartet
da - durchs offene Fenster
der Duft von Bärlauch
Abends im Zimmer
meine schlafenden Katzen
himmlische Ruhe
Die kleinen Blüten
wie fein bestickte Stoffe
für Festtagskleider
Zwei helle Lichter
in der Kellerdunkelheit
Katze im Versteck
Vom grauen Himmel
lässt sich der Raps nicht stören
sieh nur sein Leuchten!
Gestern Löwenzahn
heute schon Pusteblumen
morgen nichts als Luft
Was soll man zum Haiku schon schreiben? Ein Haiku IST, nichts weiter. Es passiert, und man schreibt es auf. Na gut – aber was macht das Haikuschreiben mit mir? Poesietherapeutisch?
Es verankert mich in der Gegenwart und in den Jahreszeiten. Ich lasse meine Blicke schweifen – na, irgendwelche Haiku zu sehen? Da – eine einzelne Rapspflanze, und trotzdem so leuchtend. Oh, der Sommerregen. Noch nie habe ich so genau hingehört.
Haiku schreiben ist beruhigend einfach. Es gibt beruhigend klare Regeln. Deshalb kann ich nichts falsch machen, kann keine falsche Entscheidung treffen. Das ist angenehm, in einem Leben voller Entscheidungen.
In schwierigen Zeiten, wenn ich sehr mit mir selbst beschäftigt bin, zieht das Haikuschreiben meine Gedanken von mir weg zur Welt – zu etwas Größerem, zu dem, was alle Menschen gemeinsam haben, und zu dem immer gleichen Lauf der Jahreszeiten – denn in den kleinen Momenten steckt sehr wohl immer auch Allgemeines – der Raps blüht gelb, auch wenn ich traurig bin, und er wird auch nächstes und übernächstes Jahr wieder blühen, und das ist eine beruhigende Sicherheit.
Und im eigentlichen Moment des Haikuschreibens? Bin ich ganz konzentriert auf das, was ich tue. Da ist kein Platz für Grübeleien oder Abgelenktsein – ganz sicher nicht würde ich während der Arbeit an einem Haiku nebenbei im Internet surfen – denn meine Gedanken sind ganz bei der Sache, suchen Worte, beschwören Bilder herauf, zählen Silben – ein neumodisches Wort für dieses Versunkensein ist "Flow". Es ist eine angenehme Pause vom Grübeln über alle möglichen wichtigen und unwichtigen Probleme. Das spielt alles keine Rolle, im Augenblick zählen nur die Silben und Worte.
Anfangs habe ich versucht, schwierige Zusammenhänge in die wenigen Silben zu pressen – habe interpretiert, Metaphern für meine eigene innere Welt gesucht und mich dabei sehr angestrengt.
Seit ich mehr über das Haikuschreiben gelesen habe, weiß ich seine einfache Natur zu schätzen: Es soll gerade nicht interpretiert, nachgedacht, bewertet werden. Wenn es um Rapsblüten geht, geht es wirklich nur um Rapsblüten und mal nicht um mein gebrochenes Herz. Und das (jetzt wo ich es schreibe, entlockt es mir ein Schmunzeln) ist für mich eigentlich die größte Heilwirkung des Haiku:
Kopf aus, Augen auf.
Erleben statt grübeln
– wahrnehmen statt urteilen.
Alles darf sein.
Sonntag, 26. April 2009
Rondell
Der Raum, in dem ich lebe
passt in einen Rucksack.
Er ist unendlich weit,
der Raum, in dem ich lebe.
Jeden Morgen packe ich mein Leben ein.
Ich trage es mit mir herum.
Der Raum, in dem ich lebe
passt in einen Rucksack.
Samstag, 25. April 2009
Gnade
Der Moment,
in dem der Lärm des Kampfes
einer unendlichen Stille
und Müdigkeit weicht
und wir schlafen können
und träumen
und wieder aufwachen
und atmen
das ist das Geschenk
unendlichen Schmerzes.
Wunsch
Den Worten den Rücken kehren
still ist es ohne Gespenster
alles loslassen und wiederfinden
im klaren Wasser, im Stein
im Holz und in der Erde
dort, wo beim Aufwachen
im Tau der Regenbogen blitzt.
Mittwoch, 22. April 2009
Donnerstag, 26. März 2009
Donnerstag, 22. Januar 2009
Sonntag, 18. Januar 2009
Freitag, 2. Januar 2009
Dienstag, 9. Dezember 2008
Camino
Steine und Staub, schneebedeckte Ferne
trockenen Boden, von Rissen durchsetzt
Ich habe die rote Erde des Rioja geliebt
die dampfenden Weinberge in der Sonne
bliebe ich hier liegen, ich würde verdorren
Ach, was liebte ich die grüne Meseta
im Frühling
wo jeder Blick 1000 Schritte weit reicht
Ich liebte Kastilien
trocken und heiß
nie hab ich seitdem mehr die Störche gehört
Ich liebte Leon,
weiße Herrlichkeit, die der Blick kaum umfasst
dazu gutes Essen und ein weiches Bett
Ich liebte die Berge
stieg singend hinauf
nach Astorga, Rabanal und Foncebadon
Selbst O'Cebreiro schreckte mich nicht.
Was liebte ich Galicien!
Hier verlor ich mein Herz
an Kuhweiden und Eukalyptuswälder
an die Hühner, an alten Stein.
Hier in Galicien
möchte ich Schafe hüten
Im Regen möchte ich sitzen und die Feuchtigkeit atmen
eine Flöte werde ich mir schnitzen
Lieder werde ich singen
von Heimweh und Ankunft.
(Valencia, Mai 2008)
Montag, 8. Dezember 2008
In der Zwischenzeit
Sonntag, 7. Dezember 2008
A collection of winter haiku
Erster Dezember
steif gefroren und schneeweiß
die Wäsche im Hof
dreh dich noch mal rum
der erste der heut erwacht
muss kohlen holen
ein warmes Versteck
hinterm Ofenholzstapel
Katze an Katze
vor meiner Hütte
eine verwitterte Bank
und warme Decken
ein nasser schneeball
so traf dein tiefer blick mich
ganz unerwartet
weiß weiß weiß weiß weiß
für Schneemann und Rennschlitten
Wolkenversprechen
Der Duft des Winters
in einer Papiertüte
Heiße Maronen
Jeder Atemzug
spricht vom eiskalten Morgen
in Nebelwölkchen
Ein Licht im Dunkel
Auf der Spitze der Tanne
die weiße Mütze
ein leichter Windstoß
beim Öffen der Tür zittern
die Kerzenflammen
gedämpfte Töne
die ganze Welt eingehüllt
in Schnee und Stille
Ein Dämmerstündchen
Geschichten und Bratäpfel
in Omas Küche
Mühsam hinauf zieht
die alte Frau den Schlitten
mit ihrem Christbaum
He, guten Morgen!
wer braucht schon einen Wecker
am Nikolaustag?
Weihnachtsferien
es riecht nach nassen Jacken
im stillen Schulhaus
in allen Fenstern
leuchten zur Dämmerstunde
die Weihnachtsbäume
Die Uhr tickt langsam
fast scheint sie still zu stehen
am Weihnachtsmorgen.
Großmutter lächelt
Ihr habt ja im Weihnachtsbaum
noch echte Kerzen
Dienstag, 21. Oktober 2008
im Herbst
die roten Blätter
tanzen wie Flocken im Wind
so verweht der Herbst.
in einer Pfütze
ein Handschuh, rot, aus Wolle
wer ihn wohl vermisst?
Ende Oktober
Reif auf dem Hinterhausdach
der erste Nachtfrost


