Freitag, 19. Februar 2010

Glück


Nichts mehr,
was Dich treibt,
nichts mehr,

was Dich davon abhält,
Dir eine schöne Tasse Tee zu kochen,
Pergolesis Stabat Mater zu hören,
in den Schnee zu blicken,
die Katze zu streicheln,
in dem abgewetzten Sessel zu sitzen,
das Geschirr zu spülen,
achtsam, Stück für Stück,

vielleicht sogar
den Boden zu wischen,
ein Gedicht zu lesen,
in dem vergilbten Buch mit Leineneinband,

vielleicht selbst
ein paar Buchstaben
aufs Papier zu setzen.


> Dieses Gedicht entstand im Herbst 2008 im Rahmen der Poesietherapie-Ausbildung bei Ingeborg Woitsch in Berlin.
Den Teilnehmerinnen waren nur die ersten drei Zeilen als Inspiration für ein eigenes Gedicht vorgegeben.

Das ursprüngliche Gedicht von Peter Härtling liest sich so:

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