Steine und Staub, schneebedeckte Ferne
trockenen Boden, von Rissen durchsetzt
Ich habe die rote Erde des Rioja geliebt
die dampfenden Weinberge in der Sonne
bliebe ich hier liegen, ich würde verdorren
Ach, was liebte ich die grüne Meseta
im Frühling
wo jeder Blick 1000 Schritte weit reicht
Ich liebte Kastilien
trocken und heiß
nie hab ich seitdem mehr die Störche gehört
Ich liebte Leon,
weiße Herrlichkeit, die der Blick kaum umfasst
dazu gutes Essen und ein weiches Bett
Ich liebte die Berge
stieg singend hinauf
nach Astorga, Rabanal und Foncebadon
Selbst O'Cebreiro schreckte mich nicht.
Was liebte ich Galicien!
Hier verlor ich mein Herz
an Kuhweiden und Eukalyptuswälder
an die Hühner, an alten Stein.
Hier in Galicien
möchte ich Schafe hüten
Im Regen möchte ich sitzen und die Feuchtigkeit atmen
eine Flöte werde ich mir schnitzen
Lieder werde ich singen
von Heimweh und Ankunft.
(Valencia, Mai 2008)
